Blockchain – Chancen und Möglichkeiten

Von der Blockchain-Technologie über Anwendungen bis zu Herausforderungen

Nachvollziehbares Speichern von Daten z. B. zur Sicherung von Geschäftsgeheimnissen, bei Druckvorgängen und Patientendaten, erfordert eine Technologie, die Informationsketten transparent und verlässlich modifiziert. Die vor wenigen Jahren entwickelte Blockchain-Technologie bietet hierzu die Basis. 

  • Wie sieht der technische Rahmen von Blockchain aus?
  • Welche neuen Möglichkeiten gibt es im Rahmen dieser Technologie jenseits des anfänglichen Nutzungsfeldes im Kontext von Bitcoin?
  • Welche Anforderungen sind zu erfüllen?
  • Warum wird diese Technologie aufgrund ihrer Dezentralität, Unveränderlichkeit und Transparenz in verschiedenen Sektoren eingesetzt?
  • Welche Herausforderungen, Risiken und Aufwände stehen dem gegenüber?

Im Rahmen dieser Veranstaltung gehen wir Fragen rund um die Technologie und mögliche Anwendungen nach. 

Agenda: 

  • Blockchain (R)Evolution – Grundlagen, Anwendungen, Chancen und Risiken (Dirk Murschall, openBIT e.V.) 
    Die Blockchain-Technologie ermöglicht Handlungsfreiheit und sichere Transaktionen ohne jegliche Beeinflussung von außen. Sie wird als „Revolution des Internet“ angesehen, ist indes bei genauer Betrachtung eine konsequente Weiterentwicklung von bestehenden Technologien. Klassische Intermediäre, Vermittlerfunktionen jeder Art könnten mit dieser Technologie überflüssig werden oder zumindest einen starken Wandel erfahren. Anstelle der Vermittlung durch eine zentrale Instanz tritt die direkte Beziehung zwischen den Marktteilnehmern und Kunden. Alles könnte digital und in nahezu Echtzeit mit geringen Transaktionskosten handel-, tausch- und nachvollziehbar werden. Selbst Wahlen können digital und sicher abgewickelt werden; bis hin zu Visionen wie: Demokratie und Teilhabe für alle.
    Die Technologie ist noch jung. Vieles steckt in den Kinderschuhen und in der Theorie. Es wird viel geforscht, experimentiert und probiert. Das Feld ist weit und unübersichtlich. "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, die Technologie und ihr Potenzial besser zu verstehen und einzusetzen", so Dirk Murschall, Online Communication Manager und Themenverantwortlicher für Blockchain beim openBit e.V.

  • IP-Management auf Basis von Blockchain: Blockchain certificates for IP Management (Marco Barulli, Bernstein Technologies GmbH)
    Bernstein Technologies GmbH ist ein Technologieunternehmen aus München, welches Lösungen für das Management von geistigem Eigentum unter Verwendung der Blockchain anbietet. Durch das gesicherte Anlegen von Datensätzen in der Bitcoin Blockchain wird es Unternehmen ermöglicht den gesamten Lebenszyklus ihrer Innovationen sicher zu verwalten. Erfindungen, Designs und Benutzungsnachweise können mit Bernstein einfach registriert werden. Ein entsprechendes Zertifikat der Blockchain belegt das Eigentum, die Existenz und die Integrität eines jeden geistigen Eigentums. Mit Hilfe von Bernstein können Unternehmen Geschäftsgeheimnisse bewahren, eine starke Defensive durch den Nachweis früherer Benutzung aufbauen oder Erfindungen zuverlässig veröffentlichen. Zusätzlich sorgt eine einzigartige kryptografische Schicht dafür, dass alle notarisierten Inhalte absolut vertraulich bleiben.
    Marco Barulli begann seine Karriere 1995 als Forscher in Parallel-Computing und numerische Analyse an der Universität von Bologna (Italien) und dann an der Loughborough University of Technology (UK). Im Jahr 2005 führte Leidenschaft für Krypto und Sicherheit zur Entstehung von Clipperz, einem verschlüsselten Gewölbe und Online-Passwort-Manager, der den Grundstein für Bernstein legte.

  • 3D-Druck auf Basis von Blockchain (Andrei Mituca, 3dTrust GmbH)
    In modernen Wertschöpfungsketten charakterisiert sich die additive Fertigung, die alle Schritte von der Erstellung des initialen Designs bis hin zum fertigen Produkt umfasst, als ein stark digitalisierter Prozess. Dieser bringt mit sich sehr viele Vorteile, verbirgt jedoch auch zahlreiche Herausforderungen. Ein häufiges Beispiel hierfür ist die Nutzung von CAD-Dateien, die die Basis des 3D-Druckens bilden. Sobald der Ersteller einer CAD-Datei diese an einem Dritten versendet, wird es unmöglich spätere Änderungen nachzuvollziehen, da die Datei an sich auf unterschiedlichen Weisen gespeichert, manipuliert oder genutzt werden kann. Jede nicht authentisierte Nutzung einer derartigen Datei kann zu einem Verlust vom Geistigen Eigentum und des damit verbundenen Umsatzes führen.
    Um eine dezentralisierte, kontinuierliche Informationskette aufzubauen, setzen wir die Blockchain-Technologie ein. Dadurch wird die Herkunft und der Datenfluss auf einer nicht-abstreitbaren Art und Weise gespeichert. Dadurch entsteht ein genauer, anonymisierter Nachweis der Druckvorgänge jeder Maschine und jeder Transaktion aus dem dazugehörigen Netzwerk.
    Andrei Mituca ist Mitgründer von 3dTrust, das Sicherheitssoftware für die additive Fertigung entwickelt. Er hat ein praktisches Verständnis der komplexen Software-Systemen und arbeitet gerne Herausforderungen an der Schnittstelle von Business & Technologie auf.

  • Blockchain in der öffentlichen Verwaltung (Andreas Lutz, Capgemini Deutschland GmbH)
    „Blockchain – die Technologie hinter den Bitcoins. Die Finanzindustrie hat längst begriffen, dass dieses Konstrukt ein Gamechanger sein kann und forscht intensiv mit. Doch was ist mit der öffentlichen Verwaltung? Kann die Technologie nur „Geld“ oder auch „Bürger“?“ Andreas Lutz von Capgemini berichtet über Blockchain in der öffentlichen Verwaltung.

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